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Donnerstag, 30. März 2017

Otherland von Tad Williams

Tad Williams ist einer meiner Lieblingsautoren
er hat einen Hang zum Düsteren 
und zwingt einen über die Schattenseiten unserer Welt nachzudenken
die Otherland-Serie ist kein Fortsetzungsroman
oder Zyklus im engeren Sinn
Tad Williams schreibt selber, 
daß die Bücher eigentlich nur ein dickes Buch sind, 
das ist aber nicht zu verwirklichen, weil viel zu umfangreich, 
deshalb mußte der Stoff relativ willkürlich geteilt werden

aus diesem Grund gibt es von mir auch keine Einzelrezensionen
sondern einen Gesamteindruck von der ganzen Geschichte
ich werde auch zur Handlung selber nicht viel schreiben, das haben andere, die das viel besser können als ich, schon zur Genüge getan


Klappentext:
Eine Gruppe mächtiger Männer, die sich Gralsbruderschaft nennt, hat mit enormen Geldmitteln das Simulationsnetzwerk »Otherland« entwickelt. Es ist mehr als nur die Spielwiese einiger Exzentriker: Von langer Hand vorbereitet soll es das gigantische Kontrollsystem werden, das die gesamte Menschheit beherrscht. 
 Nur wenige haben eine Ahnung davon, welche Ausmaße das Netz bereits angenommen hat. Nur wenige erkennen die tödliche Gefahr. Angelockt von der Vision einer strahlenden, einer goldenen Stadt, versammeln sich neun Menschen in der VR, um sich dem Bösen entgegen zu stellen und seine Pläne zunichte zu machen. 

Klappentext:
Im zweiten Band von »Otherland«, Fluß aus blauem Feuer, ist es einer kleinen Gruppe Verzweifelter gelungen, tatsächlich in Otherland einzudringen. Und da schnappt die Falle zu. Sie sind gefangen, unfähig, wieder in ihre Körper aus Fleisch und Blut in der realen Welt zurückzukehren. Zufälle und gefährliche Abenteuer zersprengen die Gruppe. Ihre einzige Hoffnung ist der Fluß. Der Fluß aus blauem Feuer, der durch alle virtuellen Welten Otherlands fließt. 

Klappentext:
Sie erschien Paul Jonas im Traum. Er kannte sie so gut, ihre merkwürdige geflügelte Gestalt, ihre traurigen Augen. Er kannte diese Frau, die von sich sagte, sie sei ein »gesprungener Spiegel«, aber seine Erinnerung an sie, wer sie war, was sie ihm bedeutet hatte, war verloren. Und doch war die geheimnisvolle Nachricht, die sie ihm brachte, seine einzige Hoffnung, dieses labyrinthische virtuelle Netzwerk, das Otherland hieß, zu überleben. 

»Du wirst das, was du suchst, bei Sonnenuntergang vor Ilions Mauern finden.« 

So sprach die geheimnisvolle schlafende Frau zu Orlando. Aber was sollte das bedeuten? Und wie sollte ein schwerkranker Junge, der in einem virtuellen Ägypten voller feindseliger, blutrünstiger Götter und mythischer Kreaturen um sein Leben kämpfte, je dieses Ziel finden? 

Im dritten Band, dem bisher spannendsten, erhält die Erzählung ein neues Tempo, denn die Zeit wird knapp: Die Gralsbruderschaft macht sich bereit, den letzten Schritt zu tun - nämlich einzugehen in das Netzwerk Otherland, um das ewige Leben zu gewinnen. Die Rätsel um Paul Jonas werden gelüftet, und Renie und ihre Freunde sehen sich mit dem schrecklichsten Geheimnis von Otherland konfrontiert, das immer nur schaudernd »Der Andere« genannt wird... 

Klappentext:
Die Zeit wird knapp - schon hat die Gralsbruderschaft die Vorbereitungen abgeschlossen, bald wird das Netzwerk stehen, und dann wird es kein Entkommen mehr geben. Da sehen sich Renie, !Xabbu und die anderen Freunde einer noch schlimmeren Gefahr gegenüber: Dread, der durchgeknallte Killer des größenwahnsinnigen Jongleur setzt zu seinem letzten Coup an: Er wird die Kontrolle an sich bringen, er wird sein Werk der diabolischen Zerstörung beenden. Und dann gibt es vielleicht keine reale Welt mehr, in die die Freunde zurückkehren können. 

Bestsellerautor Tad Williams schließt mit diesem letzten Band seine grandiose Fantasy-Geschichte über eine Welt ab, die in nicht allzu weiter Zukunft unsere eigene sein könnte. Alle Hoffnung liegt in dem mysteriösen »Anderen«. 

***

unsere Welt rückt ja auf virtueller Ebene immer weiter zusammen
so groß die Unterschiede in Kultur, Religion usw. auch sein mögen, 
das Internet macht die Welt bunter
aber auch erschreckender

das greift Williams in Otherland auf 
und entwirft mit seinem Cyber-Epos ein Zukunftsszenario, 
das auf der einen Seite unwahrscheinliche Möglichkeiten bietet
und wahnsinnig spannend ist,
andererseits aber beängstigend
und einschüchternd

wir befinden uns in nicht allzu ferner Zukunft
die Menschen haben die virtuelle Welt bis zu einer Ebene weiterentwickelt, 
wo es teilweise schon schwierig wird VR (Virtual Reality) und RL (Real Live) zu unterscheiden

in dieser Welt begegnen wir den verschiedenen Protagonisten
die Personen sind alle recht vielschichtig 
und halten die ein oder andere Überraschung für uns bereit

natürlich hat sich unter den Jugendlichen eine CyberKultur 
mit eigenem "Sprech" entwickelt 
..."das blockt voll, du Oberscänner!"...
und genauso natürlich sind die Kids immer noch neugieriger, 
als es die Erwachsenen erlauben
dadurch geraten viele von ihnen in Bereiche des Netzes, 
wo sie nichts verloren haben
etliche von diesen Kindern fallen in ein Koma 
aus dem sie nicht mehr herauszuholen sind

das ist auch der Ausgangspunkt für einen Teil der vielen Handlungsstränge
Nachforschungen scheinen auf ein geheimes Netzwerk namens Otherland hin zu deuten
andere Personen bekommen kryptische Nachrichten und stoßen dadurch auf Otherland

endlich in das Netzwerk gelangt,
sitzen sie dort fest und können nicht mehr OffLine gehen
die Grenze zwischen VR und RL verschwimmt
alles was einem in der VR zustößt,
hat Auswirkungen auf das RL

von außen versuchen andere 
den Kontakt wieder herzustellen und herauszufinden, was los ist
langsam verflechten sich immer mehr Handlungsstränge miteinander 
Williams versteht es meisterhaft,
auf verschiedenen Ebenen die Spannung zu halten
und die einzelnen Fäden miteinander zu verknüpfen

es erfordert allerdings schon eine gewisse Konzentration beim Lesen
weil man sonst durch die vielen Ebenen den Anschluß verpaßt
aber es lohnt sich 

am Ende wird man mit einem furiosen Finale belohnt
praktisch in letzter Minute gelingt es, die Katastrophe zu verhindern
damit hört das Buch aber nicht auf, es gibt sozusagen noch einen Nachspann
ich bin immer eher unglücklich, wenn ein Buch zu Ende ist 
und ich mich so abrupt von den liebgewordenen Protagonisten 
verabschieden muß, 
deshalb gefällt mir das ausgesprochen gut

besonders beeindruckt haben mich aber die kurzen Netfeed-Meldungen 
am Anfang eines jeden Kapitels 
sie sind total abgefahren, beängstigend und weisen auf eine Zukunft, 
die ich mir für meine Kinder nicht wünschen würde
erschreckender Weise sind einige dieser fiktiven Meldungen schon längst Realität

Fazit:
ich hab Otherland schon mehrfach gelesen
das spricht wohl für sich
und nein, es sind nicht zu viele Seiten
klar ist nicht alles gleich spannend, 
aber für das große Ganze ist keine Geschichte überflüssig

was auch positiv auffällt, 
ist die gute Übersetzung und die Qualität des Lektorats
das ist ja heutzutage leider häufig anders

also: unbedingt lesen



was mich bei der Orignialausgabe allerdings total nervt, ist die Tatsache, dass die Bücher unterschiedlich groß sind, wer bitte denkt sich so einen Schwachsinn aus?

***

Autor: Tad Williams
Verlag: Klett Cotta
Seiten: 919
ISBN: 3608934219



Autor: Tad Williams
Verlag: Klett Cotta
Seiten: 781
ISBN: 3608934227



Autor: Tad Williams
Verlag: Klett Cotta
Seiten: 813
ISBN: 3608934235



Autor: Tad Williams
Verlag: Klett Cotta
Seiten: 1070
ISBN: 3608934243



Bewertung: 7 von 5


***






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